
So sicherst Du, was Du Dir aufgebaut hast — und geniesst Deine Ferien mit gutem Gewissen.
Im Juli und August beginnt für viele die Ferienzeit. Der Koffer ist gepackt, der gewohnte Rhythmus mit Deinen zwei Trainings pro Woche bleibt zu Hause. Genau hier brechen die meisten Routinen zusammen, und nach drei Wochen fängt man gefühlt wieder bei null an. Das muss nicht sein. Du brauchst in den Ferien nämlich gar nicht Dein volles Pensum, um Deine Kraft zu halten.
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Der Kerngedanke In den Ferien geht es nicht ums Aufbauen, sondern ums Halten. Ein kompletter Stopp lässt Deinen Körper langsam nach unten driften – schon ein einziger fordernder Reiz pro Woche hält die Linie. |
1. Dein Körper ist ein Ökonom
Dein Körper erhält nur, was Du regelmässig nutzt. Was gefordert wird, bleibt. Was brachliegt, wird heruntergefahren, um Energie zu sparen. Dieses «use it or lose it» gilt nicht nur für Muskeln, sondern genauso für Knochen, Sehnen und Bänder.
Und es geht schneller, als die meisten denken: Bei kompletter Ruhe beginnt der Muskelabbau schon innerhalb weniger Tage. Drei, vier Wochen ganz ohne Reiz hinterlassen also Spuren – nicht dramatisch, aber spürbar, wenn Du wieder einsteigst.
2. Warum 1x pro Woche reicht
Die gute Nachricht: Halten ist viel einfacher als Aufbauen. Um Deine Basis zu sichern, brauchst Du nur einen Bruchteil Deines normalen Pensums. Ein kurzer, wirklich fordernder Reiz pro Woche genügt, um den Abbau fast vollständig zu stoppen.
Entscheidend ist dabei nicht das Gewicht, sondern die Anstrengung. Wenn Du eine Übung mit sauberer Form bis nahe an die Grenze bringst, wirkt auch Dein eigenes Körpergewicht als echter Trainingsreiz. Deshalb funktioniert Maintenance-Training überall – im Ferienhaus, am Strand, im Hotelzimmer.
3. Dein Ferien-Zirkel
10 bis 15 Minuten, einmal pro Woche, ohne Geräte. So sieht Dein Maintenance-Modus aus:
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Kniebeugen. 3 Sätze à 20 Wiederholungen, langsam und mit voller Tiefe. Setz Dich kontrolliert nach unten, als würdest Du Dich auf einen Stuhl senken. |
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Liegestütze. 3 Sätze, so viele wie sauber gehen – wahlweise auf den Knien. Lieber zehn saubere als zwanzig durchgesackte. |
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Optional. Ausfallschritte (3x je Seite) und Plank (3x halten, so lange es sauber bleibt) ergänzen Beine und Rumpf. |
Der wichtigste Punkt: Die letzten Wiederholungen jeder Übung sollen Dich wirklich fordern. Genau da entsteht der Reiz, der Deine Kraft hält – nicht in der blossen Zahl der Wiederholungen.
Wichtig: Dieser Zirkel hält Deine Muskeln – er ersetzt aber nicht Dein Training im Hub. Zurück aus den Ferien übernimmt wieder der präzise, dosierte und vor allem schwerere Reiz, der auch Knochen, Sehnen und Maximalkraft fordert – und Dein nächster Krafttest zeigt Dir schwarz auf weiss, dass Du Deine Basis gehalten hast.
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Kurz gesagt Ein kompletter Trainingsstopp in den Ferien lässt Deine Kraft langsam nach unten driften. Schon ein kurzer, fordernder Reiz pro Woche – drei Sätze Kniebeugen, ein paar Liegestütze, mehr braucht es nicht – hält Deine Basis. Halten ist einfacher als Aufbauen. Nutze das. |
Geniesse Deine Ferien – und gönn Deinen Muskeln einmal pro Woche diese 15 Minuten. Sie halten Dir den Rücken frei für alles, was danach kommt.
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P.S. für die Trainings-Geeks: Für den Muskel gilt: Anstrengung schlägt Last. Bei gleichem Einsatz nahe der Wiederholungsgrenze führen leichte und schwere Lasten zu ähnlichem Muskelaufbau. Deshalb genügt Körpergewicht, um Deine Muskeln über die Ferien zu halten. Bei Knochen, Sehnen, Bändern, Maximalkraft und der Ansteuerung durch Dein Nervensystem entscheidet dagegen die Höhe der mechanischen Last – und die bekommst Du mit Körpergewicht allein kaum. Genau hier liegt der Unterschied: Im Hub dosieren wir diesen schweren, kontrollierten Reiz präzise über den vollen Bewegungsumfang. Der Ferien-Zirkel ist Erhaltung, nicht Ersatz. |
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